Screening auf Eierstockskrebs durch Ultraschall

An dieser Stelle möchten wir einen Artikel unseres geschätzten Kollegen Dr. med. Frank Olbrich in Moers mit Ihnen teilen und zitieren, dessen Meinung wir uns gerne anschließen.

Unser Kollege schrieb im Februar 2019:

Seit Jahren werden die Krankenkassen, Gesundheitspolitiker und der sog. »IGeL-Monitor« nicht müde, Frauen von der fehlenden Sinnhaftigkeit einer vaginalen Ultraschalluntersuchung zur Früherkennung von Eierstockskrebs (Ovarialkarzinom) zu überzeugen und Ärzte als Scharlatane zu bezeichnen, die diese Leistung anbieten.

Die Empfehlung zu dieser Untersuchung wird wahlweise als nutzlos oder gar gefährlich dargestellt.

Diese Argumentation ist seit der Veröffentlichung einer seriösen und aktuellen Studie aus 2018 nicht mehr haltbar:
Über einen Zeitraum von 30(!) Jahren wurden an der Universität von Kentucky (USA) beschwerdefreie Frauen zu einer jährlichen vaginalen Ultraschalluntersuchung eingeladen, an der insgesamt 46.101 Frauen teilnahmen. Die Ergebnisse wurden mit einer Kontrollgruppe verglichen, die aus nicht-gescreenten Frauen mit Ovarialkarzinom bestand, deren Diagnose durch klinische Symptome gestellt wurde.

Die krankheitsbedingten Überlebensraten für 5, 10 und 20 Jahre lagen in der Screeninggruppe zwischen 40 und 50 % höher!

Die Autoren empfehlen deshalb ein jährliches Ultraschall-Screening.

Ich bin gespannt, ob es diese Studie bis in die öffentlich-rechtlichen Nachrichten schafft, und ob die Ergebnisse bei Politikern und Krankenkassen ankommen werden …

Ich kann nur jede Frau auffordern, ihre Krankenkasse bei nächster Gelegenheit mit dieser Studie zu konfrontieren.

Einzelheiten und den Quellennachweis finden Sie hier: Screening auf Ovarialkarzinom | Gyn-Depesche 1/2019 .

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