Symbolfoto: Eine Frau bereitet in der Küche gesunde Lebensmittel zu

Ernährung ist weit mehr als die Frage, was auf dem Teller liegt. Sie liefert unserem Körper Energie, wichtige Nährstoffe und beeinflusst unter anderem Stoffwechsel, Muskelmasse, Knochen, Herz-Kreislauf-System sowie unser allgemeines Wohlbefinden.

Gerade bei Frauen lohnt sich deshalb ein individueller Blick auf die Ernährung. Denn der Nährstoff- und Energiebedarf kann sich im Laufe des Lebens verändern.

Ernährung ist keine Frage von »gut« oder »schlecht«

Im Internet finden sich unzählige Ernährungsempfehlungen: Low Carb, Intervallfasten, ketogene Ernährung, spezielle »Hormon-Diäten« oder Nahrungsergänzungsmittel für Frauen. Viele dieser Ansätze versprechen schnelle Lösungen.

Doch eine gesunde Ernährung muss nicht kompliziert sein. Entscheidend ist vielmehr eine ausgewogene und langfristig passende Ernährungsweise, die zum individuellen Lebensstil und zur jeweiligen Lebensphase passt. Eine gute Basis bilden beispielsweise Gemüse und Obst, Hülsenfrüchte, Vollkornprodukte, hochwertige Eiweißquellen und gesunde Fette.

Eiweiß wird mit zunehmendem Alter wichtiger

Muskelmasse ist nicht nur für Kraft und Beweglichkeit wichtig. Sie spielt auch eine zentrale Rolle für den Stoffwechsel. Mit zunehmendem Alter verändert sich die Körperzusammensetzung. Gleichzeitig kann es schwieriger werden, Muskelmasse zu erhalten. Eine ausreichende Eiweißzufuhr in Verbindung mit regelmäßiger Bewegung und Krafttraining kann deshalb einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Muskulatur leisten. Dabei kommt es nicht nur auf die Menge, sondern auch auf eine sinnvolle Verteilung über den Tag an.

Ballaststoffe für Darm und Stoffwechsel

Ballaststoffreiche Lebensmittel wie Gemüse, Hülsenfrüchte, Vollkornprodukte, Nüsse und Samen unterstützen eine abwechslungsreiche Ernährung. Sie können außerdem dazu beitragen, länger satt zu bleiben und eine ausgewogene Ernährung zu erleichtern. Gerade im Zusammenhang mit dem Stoffwechsel lohnt sich deshalb der Blick auf die Qualität der Kohlenhydrate: Vollkornprodukte und ballaststoffreiche Lebensmittel sind häufig die bessere Wahl als stark verarbeitete, zuckerreiche Produkte.

Gesunde Fette gehören dazu

Fett ist ein wichtiger Bestandteil unserer Ernährung und sollte nicht grundsätzlich vermieden werden. Entscheidend ist die Auswahl der Fettquellen. Pflanzliche Öle, Nüsse, Samen und beispielsweise fettreicher Fisch können wertvolle Bestandteile einer ausgewogenen Ernährung sein. Eine pauschale »fettarme« Ernährung ist daher nicht automatisch eine gesunde Ernährung.

Ernährung und Stoffwechsel

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist der Stoffwechsel. Übergewicht, Insulinresistenz, erhöhte Blutfettwerte oder ein erhöhter Blutdruck können langfristig das Risiko für verschiedene Erkrankungen erhöhen. Eine ausgewogene Ernährung, ausreichend Bewegung und ein gesunder Lebensstil können hier wichtige Bausteine der Prävention sein. Gerade deshalb kann es sinnvoll sein, nicht nur das Körpergewicht zu betrachten, sondern auch andere gesundheitliche Faktoren im Blick zu behalten.

Was verändert sich in den Wechseljahren?

Mit den Wechseljahren verändern sich unter anderem Hormonhaushalt und Körper­zusammensetzung. Viele Frauen stellen fest, dass sich ihr Gewicht leichter verändert oder Fett anders verteilt wird. Das bedeutet jedoch nicht, dass jede Gewichtszunahme in den Wechseljahren unvermeidbar ist. Eine Kombination aus ausgewogener Ernährung, ausreichend Bewegung und insbesondere dem Erhalt der Muskelmasse kann helfen, den Veränderungen entgegenzuwirken. Dabei geht es nicht um eine möglichst strenge Diät, sondern um eine nachhaltige Veränderung des Lebensstils.

Nahrungsergänzungsmittel sind nicht automatisch notwendig

Vitamine und Mineralstoffe sind wichtig. Daraus folgt aber nicht, dass jede Frau regelmäßig Nahrungsergänzungsmittel einnehmen sollte. Ob eine Supplementierung sinnvoll ist, hängt von der individuellen Ernährung, Lebenssituation und gegebenenfalls von (ärztlich) nachgewiesenen Mängeln ab. Eine individuelle Beratung kann deshalb sinnvoller sein als die Einnahme zahlreicher Präparate auf eigene Faust.

Frauengesundheit ganzheitlich betrachten

Ernährung ist nur ein Baustein einer gesunden Lebensweise.

Ebenso wichtig sind:

  • regelmäßige Bewegung
  • ausreichend Schlaf
  • Stressmanagement
  • Nichtrauchen
  • ein verantwortungsvoller Umgang mit Alkohol
  • regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen

Unser Ziel ist nicht, Ihnen eine bestimmte Ernährungsform vorzuschreiben. Vielmehr möchten wir gemeinsam mit Ihnen herausfinden, welche Maßnahmen zu Ihrer persönlichen Situation und Ihren gesundheitlichen Zielen passen.

Wenn Sie Fragen zu Ernährung, Stoffwechsel, Prävention oder hormonellen Veränderungen haben, sprechen Sie uns gerne an. Wir nehmen uns Zeit für Ihre individuelle Situation und beraten Sie ganz individuell.